SMALL BUDGET - BIG PICTURES

Wie können die Techniken des Low-Budget-Films angesichts aktueller Veränderungen der Filmlandschaft dabei helfen, den deutschen Independent-Film zu etablieren?

Die Arbeit befasst sich mit der Filmproduktion ohne große Budgets. Ein Blick auf Einspielergebnisse und Zuschauerzahlen erweckt den Eindruck, dass der Erfolg eines Films direkt von der Höhe des Budgets abhängig ist. Gerade im internationalen Vergleich fallen hierbei erhebliche Unterschiede zwischen Marktführer USA und anderen Ländern auf, welche zum Teil auf staatliche Filmförderungen angewiesen sind. Der enorme Erfolg des Low-Budget-Films Paranormal Activity (2007) ist nur ein Beispiel der

letzten Jahre, welches eine andere Logik vermuten lässt. Die zentrale Frage der Arbeit ist es nun, wie eine Filmproduktion von technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sowie Erkenntnissen aus der

Analyse von Low-Budget-Filmen hinsichtlich deren Techniken der Finanzierung, Umsetzung und ihres Vertriebs profitieren kann, so dass Qualität auch mit niedrigen finanziellen Mitteln erreicht wird.

Hierzu werden zunächst einige Filmbeispiele bezüglich dieser Gesichtspunkte analysiert und Eckhard Wendlings Werke zur Filmproduktion und –finanzierung in Deutschland herangezogen. Für besonders aktuelle Insider-Informationen werden außerdem unabhängige deutsche Filmemacher interviewt, die zum Teil auch Erfahrungen im Ausland vorweisen können. Ziel der Arbeit ist das Erstellen eines Ratgebers für Filmschaffende, um Filme qualitativ aber kostengünstig aufzuwerten.